Limesturm Wp. 3/26 Dasbach

Der Limes ist der von den Römern angelegte Grenzwall zwischen dem Germanischen und dem Römischen Reich. Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Wachtürme überwacht, teils aus Holz, aber auch aus Stein. Der Limes ist seit 15. Juli 2005 als Weltkulturerbe unter dem besonderen Schutz der UNESCO gestellt.

Die wohl authentischste Rekonstruktion eines römischen Wachturms aus der Zeit ab 150 n. Chr. wurde bei Idstein-Dasbach im Jahr 2002 fertiggestellt. Es handelt sich um den Wachposten 3/26. Der Turm hat eine Höhe von rund 13 m und eine Grundfläche von rund 28 Quadratmetern. Die Römer benutzten Leitern, um in den Turm zu gelangen. Die drei Stockwerke des rekonstruierten Turmes sind über Treppen begehbar. Vom Wehrgang aus bietet sich ein weiter Ausblick nach Idstein und in den Taunus. Im Turm befindet sich eine kleines Museum in dem zahlreiche Fundstücke aus der Römerzeit gezeigt werden, wie zum Beispiel Geschirr und Waffen. Alljährlich findet hier im August das Römerfest statt, bei dem unter anderem römiusches Handwerk gezeigt wird.

Limesturm in Dasbach
Limesturm in Dasbach
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Museum im Limesturm
Turmfenster
Turmfenster
Turmfenster
Turmfenster
Aussicht auf Dasbach
Aussicht auf Dasbach
Aussicht auf Idstein
Aussicht auf Idstein

Römer, Chatten und Bogenschützen

Auf in den Kampf: Mattes aus Oberlibbach „kämpft“ gemeinsam mit seiner Mutter gegen einen „echten“ Römer. Foto: wita/Udo Mallmann Idsteiner Zeitung

FEST Nach dem Regenguss strömen die Besucher in Scharen zum Dasbacher Limesturm

Mit Helm, Schnürsandale, Kettenhemd und Schild sind sie gekommen, um zu demonstrieren, wie es wohl zugegangen sein könnte damals, als der Limes noch als Schutzwall die Grenze des römischen Weltreiches markierte. Die „Cohorte XXVI“ aus Rheinbröhl gehört schon seit Jahren zu den Attraktionen des Römerturmfestes am Idsteiner Limesturm bei Dasbach. Exerziervorführungen, Demonstrationen mit Schild und Speer, Präsentation von Handwerk und Kochkünsten im aufgebauten Lager ziehen zahlreiche Besucher aus der Region auf den Hügel bei Dasbach, von dem aus der Blick weit schweifen kann ins Idsteiner Land.

Sehr viele Besucher, beste Stimmung - und das, nachdem der Vormittag komplett ins Wasser gefallen ist und die lagernden Römer, sowie die Chatten und die Oberauroffer Bogenschützen, die ebenfalls zum Fest gekommen sind, unter Schirmen und Planen Schutz suchen, um nicht bis auf die Haut nass zu werden. Angst vor Gewitter ging um beim Vorstand des veranstaltenden Römerturm-Freundeskreises.

Aber gegen 13.30 Uhr beruhigt sich das Wetter und zum frühen Nachmittag strömen die neugierigen Gäste dann in Scharen.

Zum ersten Mal gibt es ein festgelegtes Programm mit Exerziervorführungen der Cohorte, die Kampftechniken aus der Zeit vor fast 2000 Jahren zeigt. Dazwischen präsentieren sich erstmalig am Limesturm die „Wäller Chatten“ mit beeindruckendem Schwert- und Flammentanz. „Wir sind die Leute von der anderen Seite des Limes“, erläutern sie auf Nachfrage. Denn die Chatten waren ein germanischer Stamm, der auf dem Gebiet des heutigen Mittelhessen siedelte. Ihr Stammesname, in Runen geschrieben, ähnelt dem neuhochdeutschen Namen Hessen. So wurden die Chatten, zumindest namenstechnisch, die Urväter Hessens.

Nicht nur Speer und Lanze, sondern auch Pfeil und Bogen spielten im Altertum eine wichtige Rolle in Verteidigung und Angriff. So passt es perfekt, dass auch Vertreter der Oberauroffer Bogenschützen auf dem Festplatz sind. Körperspannung und -beherrschung, eine ruhige Hand und ein geübtes Auge braucht es, um mit der altertümlichen Waffe umgehen zu können.

Jeder will das einmal ausprobieren, und so sind die Schlangen vor den Zielscheiben lang. Viele Kinder, aber auch Erwachsene, wollen einmal testen, wie es sich anfühlt, mit einer so alten Waffe zu zielen und vielleicht sogar zu treffen.

„Es war ein tolles Fest - der Vorbereitungsaufwand hat sich gelohnt“, ist Frank Thielmann, der Vereinsvorsitzende, am Ende erleichtert, nachdem er und seine Vorstandskollegen vormittags fast verzweifelt sind über die überraschenden Wetterkapriolen.

Der „Wachtposten 3/26“ beim heutigen Dasbach ist für einen Tag wieder ordentlich bevölkert - ob allerdings in römisch-germanischer Zeit jemals so viele Menschen auf einmal dort waren, bleibt im Dunkel der Geschichte.


Idsteiner Zeitung vom 23.08.2011 Von Beke Heeren-Pradt

9. Römerfest am Limesturm
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